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ICARUS – First Cohort – Ersteindruck

ICARUS – First Cohort – Ersteindruck

ICARUS – First Cohort – Ersteindruck

Das nächste Spiel aus dem neuseeländischen Hause Rocketwerkz. Was das Spiel kann, was meine Gedanken beim ersten Spielen waren und an welchen Stellschrauben Rocketwerkz noch zu schrauben hat, erfahrt ihr in diesem Blog.

Als ich das erste Mal von Icarus gehört habe, da dachte ich zunächst an ein Spiel mit Bezug zur griechischen Mythologie. Immerhin ist Ikarus ein bekannter griech-ischer Sagenheld. In der Sage von Ikarus wird er mit seinem Vater Dädalus auf Kreta im Labyrinth des Minotauros gefangen gehalten. Um zu entkommen erfindet

Dädalus Flügel, welche mit Wachs an einem Gestänge befestigt wurden, damit sie von der Insel fliehen können. Dädalus ermahnt Ikarus nicht zu hoch und nicht zu niedrig zu fliegen, damit er nicht abstürze. In der Sage wird Ikarus nach seiner Flucht übermütig und fliegt hoch hinaus der Sonne entgegen.

Wie sein Vater es ihm zuvor prophezeite, schmolz das Wachs, sodass er ins Meer stürzte und starb. Ob das Spiel Icarus nun wie Ikarus aus der Sage, nach der Sonne greift und am Ende doch kläglich abstürzt oder ob die Reise von Ikarus noch lange weitergeht, kann nur die Zeit zeigen.

Icarus: No Rescue Reveal Trailer

Die ersten Trailer machten jedoch schnell klar:
Viel hat die griechische Mythologie nicht mit dem Spiel gemein. Vielmehr bekommt man beim Schauen des ersten sieben Minuten langen Trailers eine Mischung aus Avatar- & Interstellar-Vibes. Im Trailer wird einem zunächst die Hintergrundgeschichte zum Spiel aus der Retroperspektive erzählt.

Mehrere ältere Damen und Herren kommen zu Wort und erzählen gemeinsam eine Geschichte wie sie zunächst versuchten den Planeten für die Menschheit bewohnbar zu machen und entsprechendes Terraforming zu betreiben – quasi wie in Interstellar. Bei dem Versuch den Planeten bewohnbar zu machen, wird allerdings ein sehr wertvoller Rohstoff entdeckt, wodurch der Planet am Ende dafür ausgebeutet werden soll – wie in Avatar.

Die Trailer und Fotos zum Spiel sahen fantastisch aus und ich war gespannt, ob mein alter PC das Game noch packt. Bei der Installation musste ich zunächst ein wenig Platz auf meiner SSD schaffen, da ich noch ein paar ZwergTube-Streams auf Platte hatte. Mit 55 GB ist Icarus – First Cohort kein riesiges Spiel aber auch wahrlich kein kleines Spiel.

Voller Vorfreude ging es also los: Meine Erste Runde Icarus – First Cohort


Das erste Mal In-Game

Zunächst wird man mit einem langen Vorspann vom Spiel abgeholt. Epische Weltraum-Szenen, Steinäxte, grimmige Eisbären und ein bedrohliches Auge fassen im Kern diesen Vorspann zusammen und man fragt sich, wie soll das zusammenpassen? Weltraum und Steinzeit? Eisbären und ein nicht irdisches großes Auge? Da hilft nur eines: Ab ins Spiel!

Bevor man allerdings in die Welt von Icarus eintauchen darf, bedarf es zunächst einer Charaktererstellung. Der Charakter-Editor bietet grundlegend alles, um seinem Charakter eine gewisse Individualität zu verpassen. Icarus erfindet das Rad hierbei nicht neu und setzt auf Einfachheit.

Durch die toxische Umgebung in der Spielwelt trägt der Charakter immer einen Anzug mit Helm, wodurch die individuellen Anpassungen kaum zur Geltung kommen. Wenigstens im Multiplayer-Spiel kann man sich gegenseitig in die Augen schauen. Mein Charakter bekommt selbstverständlich wie ein richtiger Code einen wunderschönen blauen Anzug und die ein oder andere Gesichts-Tätowierung. Und dann kann es auch schon losgehen.

Zu Beginn wählt man aus seiner Raumstation einen Auftrag aus und wird dann mit einer kleinen Landungsrakete, fast wie in Stationeers, auf den Planeten gelassen. Mit dem Unterschied: In Stationeers habe ich grundlegende Werkzeuge und kann mich schnell an das Bauen einer Base machen.

Du kennst Stationeers noch nicht? Hier geht es zur YouTube-Playlist.

Hier hingegen startet man mit leeren Taschen, was bedeutet, dass die erste Tätigkeit wie in jedem guten Survival Game erstmal das Sammeln von grundlegenden Rohstoffen wie Fasern, Stöcken und Steinen ist. Die F-Taste als treuer Begleiter um die ersten Sträucher und kleinere Bäume abzuernten.

Währenddessen bekommt man einen ersten Eindruck zur Schönheit dieses Spiels. Eine atemberaubende Grafik mit wunderschönen Landschaften bietet sich dem Spieler. In direkter Nähe unseres Spawnpoints ist ein kleiner See, in welchem sich die ersten Fische tümmeln und wenn man sich genau umsieht, entdeckt man auch schnell die ersten Rehe und auch Hasen. Haben diese einen erst einmal entdeckt, suchen sie schnell das Weite und verschwinden im Dickicht. Geschickt craften wir unsere ersten Werkzeuge und fällen mit ihnen unsere ersten Bäume, hauen Stein und töten den ersten bösen Wolf, der unseren Weg kreuzt. Der Erste Auftrag ist entsprechend schnell erledigt und die grundlegenden Fähigkeiten verstanden.

Der zweite Auftrag ist schon wesentlich interessanter. Wir müssen ein Radar an verschiedenen Orten platzieren und scannen. Wieder starten wir mit nichts und müssen uns den Weg zum Radar bahnen. Die grundlegenden Rohstoffe sammeln wir auf dem Weg und schnell sind wir am Landungsort des Radars angekommen und können wieder die ersten Werkzeuge und Waffen herstellen. Ohne große Erklärungen schickt uns das Spiel auf einen kleineren Hügel, um die Umgebung zu scannen. Dort angekommen platzieren wir das Radar und genießen die großartige Landschaft, während das Radar seiner Aufgabe nachgeht.

Kaum stehen wir auf einem Vorsprung werden wir auch schon von nicht nur einem, sondern gleich zwei großen angsteinflößenden Bären überrascht. Wir zücken entsprechend unseren Speer und versuchen die Bären zu töten. Der erste Treffer der Bärenbrüder zeigt uns aber sofort, dass wir besser unsere Beine in die Hand nehmen und ganz schnell weglaufen sollten. Der dritte Hit tut allerdings schon sein Übriges und wir fallen hilflos in Ohnmacht. Im Multiplayer können wir nun wiederbelebt werden, im Singleplayer erhalten wir einen XP-Malus und werden zurück auf die Map geflogen. Wir verlieren all unseren Loot und dürfen den ganzen Weg zum Radar zurücklaufen. Der erste Tod – der erste Rückschlag zeigt direkt, dass wir unbedingt auf unser Leben achten müssen und dass das Spiel nicht verzeiht, wenn man einem Bären zu nahekommt.

Im zweiten Anlauf gelingt uns der Scan ohne Probleme und wir wandern zum nächsten Zielpunkt auf der Karte. Auf dem Weg werden wir sogleich ein zweites Mal überrascht, denn ein Sturm zieht auf und eine Leiste in der Mitte des Bildschirms warnt uns, dass wir uns schleunigst einen Unterschlupf suchen sollen. Da wir noch kein Haus hochziehen können und auch nicht mehr rechtzeitig zurück zur Landestation können, müssen wir improvisieren. Einer der vielen großen Steine scheint ideal als Windschutz vor dem Sturm. Also zücken wir unsere frisch gecraftete Spitzhacke und hauen uns ein schönes Loch in den Stein. Erstaunlicherweise funktioniert unser improvisierter Unterschlupf gut und wir finden für ein paar Minuten Ruhe, während draußen der Sturm wütet.

Bevor wir unser nächstes Ziel erreichen, wird es allerdings auch schon dunkel. Also skillen wir schnell die Fackel, entfachen sie und laufen im Dunkeln weiter Richtung Zielort. Kurz vor dem Ziel entdecken wir einen einsamen Wolf! Die perfekte Beute für ein schmackhaftes Abendessen nach diesem stürmischen Tag. Wir schlagen also mit unserer Fackel zu – einmal – zweimal – dreimal und dann ist es auch schon zu spät, die brennende Fackel macht leider nicht so viel Schaden wie erhofft, sodass der Wolf uns tatsächlich bezwingt und wir den ganzen Weg von neuem Laufen müssen.


Mein erstes Zwischenfazit lautet:

Ich bin erstens ziemlich inkompetent was das Töten von Tieren angeht und zweitens bin ich sehr gespannt wie die Missionen im Multiplayer laufen und ob wir erfolgreicher sind als ich allein. Insgesamt hat das Game einiges zu bieten und ich war positiv überrascht von dem, was mir letztendlich geboten wurde. Ab Mittwoch, den 15.12.2021 um 18 Uhr ist es so weit, da spielen Patzibert, ZwergTube und ich unsere erste gemeinsame Runde Icarus – First Cohort.

ZwergStream mit Herz
Huch! Gerade kein Stream